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Alles was nun zählt
Ich bin schwanger! Der Busen spannt, die Regel bleibt aus und Sie könnten dauernd schlafen erste Anzeichen für eine Schwangerschaft, die oft schon wenige Tage nach der Befruchtung spürbar sind. Sicherheit über Ihren „Zustand“ erhalten Sie durch einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke. Fällt der positiv aus, sollten Sie bald Ihren Frauenarzt oder eine Hebamme aufsuchen. Sie stellen durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sicher, dass es Ihnen und Ihrem Baby von Anfang an gut geht.
Vorsorgeuntersuchungen wann und warum? Als Schwangere haben Sie Anspruch auf mindestens 14 Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme. Sie sollten alle vier Wochen zur Untersuchung gehen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen und zuletzt sogar im wöchentlichen Rhythmus. Alle Ergebnisse werden im Mutterpass dokumentiert, den Sie beim ersten Termin erhalten. Kontrolliert werden Ihr Gewicht, der Blutdruck, eine Urinprobe, die Größe der Gebärmutter, die Lage des Kindes und seine Herztöne. Außerdem wird Ihr Blut untersucht. Gegen Ende der Schwangerschaft führen Ihr Arzt oder Ihre Hebamme eine vaginale Untersuchung durch, um festzustellen, ob der Muttermund noch geschlossen ist. Dabei wird auch das Becken abgetastet. Zur Schwangerschaftsvorsorge gehören auch drei Ultraschalluntersuchungen. Mit ihrer Hilfe kann Ihr Arzt eventuelle Komplikationen oder Fehlbildungen des Kindes frühzeitig erkennen. Für Sie selbst ist die Ultraschalluntersuchung eine wunderbare Gelegenheit, Ihr Kind zum ersten Mal zu sehen. Vielleicht können Sie sogar eine Aufnahme Ihres Babys mit nach Hause nehmen.
Was muss ich mir jetzt verkneifen? Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, und dementsprechend können Sie Ihr Leben weitgehend „normal“ weiterführen. Ein paar Dinge sollten Sie im Interesse Ihrer Gesundheit und Ihres Kindes aber unbedingt vermeiden: · Nikotin, Alkohol und Drogen · Rohes oder nur halb durchgebratenes Fleisch · Milchprodukte aus Rohmilch · Arzneimittel, die Ihnen vor der Schwangerschaft verordnet wurden und die von Ihrem Arzt als schädlich für das Ungeborene eingestuft werden. · Extreme körperliche Anstrengungen. Dazu zählt auch schwere Hausarbeit oder das Aktenschleppen im Büro. · Kontakt zu Personen, vor allem zu Kindern mit ansteckenden Krankheiten. Masern und Röteln können das Ungeborene zum Beispiel schwer schädigen. · Aufenthalte in der prallen Sonne, da Sie nun zu starker Pigmentierung neigen. · Hohe Absätze. Sie fördern Rückenschmerzen und Wadenkrämpfe, wenn das Körpergewicht steigt. · Stress. Auch wenn Sie ein echter Workaholic sind: Jetzt ist Kürzertreten angesagt. Denn auch positiver Stress führt zu innerer Anspannung und die schadet Ihrem Baby. Tipp: Probieren Sie es mal mit Yoga. Damit fällt es leichter, einen Gang zurückzuschalten. · Nehmen Sie in den ersten 12 Schwangerschaftswochen ein Folsäurepräparat ein. Damit beugen Sie Neuralrohrdefekten vor, die Fehlbildungen wie Spina-bifida-Erkrankungen („offener Rücken“) zur Folge haben. · Lassen Sie eine sorgfältige zahnärztliche Untersuchung durchführen. Auf Röntgenaufnahmen sollte dabei möglichst verzichtet werden. · Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse und trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser, Kräutertee oder ungesüßten Fruchtsaft pro Tag. Unbedingt auf den Speiseplan gehören auch Vollkornbrot und Fisch. · Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft. Lassen Sie sich zum Beispiel bei einer Familienberatungsstelle über rechtliche Regelungen zu Mutterschutz, Erziehungsurlaub, Erziehungsgeld beraten. · Melden Sie sich zu einem Geburtsvorbereitungskurs an. Hier lernen Sie Atem- und Entspannungsübungen für die Geburt und können nette Kontakte zu anderen zukünftigen Müttern knüpfen. · Tragen Sie den Mutterpass immer bei sich. Im Notfall wissen Helfer so gleich, dass Sie schwanger sind, und können entsprechend reagieren. · Gönnen Sie sich so oft wie möglich Ruhepausen. Legen Sie dabei am besten die Füße hoch, schließen Sie die Augen und hören Sie entspannende Musik. · Besuchen Sie verschiedene Entbindungskliniken und lassen Sie sich ausführlich über das jeweilige Angebot beraten. · Nehmen Sie auf jeden Fall frühzeitig Kontakt zu einer Hebamme auf, die Sie auch in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt zu Hause begleiten und beraten kann.
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